Der Bontebok Nationalpark in Südafrika wurde im Jahr 1961 speziell für die Erhaltung der gefährdeten Bonteboks gegründet. Der Park gehört mit Abstand zu den kleinsten Nationalpark in Südafrika, was aber einen Besuch gerade im Winter und Frühjahr nicht weniger interessant macht. Wer in der Nähe von Swellendam, bzw. des Langeberg Gebirges ist, sollte sich diesen nur 27,86 km² großen Nationalpark nicht entgehen lassen. Der Park ist Teil der so genannten Cape Floristic Region und somit ein offizielles Weltkulturerbe. Der Bontebok Nationalpark liegt ca. 6km von Swellendam entfernt an den Ausläufern des Langeberg Gebirges und grenzt im Süden an den Breede River. Der Breede River macht den Besuch des Parks besonders angenehm, da er zum Schwimmen geeignet ist und so während der etwas heißeren Zeiten eine wunderbare Abkühlung verschafft. Angeln ist ebenfalls erlaubt, wenn man die entsprechende Lizenz dafür mitbringt.

Für Besucher bietet der Bontebok Nationalpark die Möglichkeit für ausgiebige Wanderungen durch die Natur der Parks (entsprechende Wanderwege sind ausreichend vorhanden) und die Erkundung der Tierwelt mit dem eigenen Auto, bzw. Mietwagen. Wer im Park übernachten möchte, muss entweder ein eigenes Zelt oder einen Wohnwagen/Wohnmobil mitbringen. Ein ansprechender Campingplatz ist direkt am Fluss angelegt. Bestenfalls bringt man Speisen und Getränke selbst mit, da es am Parkeingang nur einen kleinen Laden mit wenig Auswahl gibt. Eine Tankstelle ist ebenfalls innerhalb des Parks nicht vorhanden, was aufgrund der geringen Größe des Bontebok Nationalparks auch nicht weiter notwendig ist.

Zum Bontebok

Bontebok SüdafrikaDer Bontbok ist der Namensgeber des Nationalparks. Eigens zu seinem Schutz wurde der Park gegründet. Bonteboks sind seltene, ungewöhnlich gezeichnete Antilopen. Aufgrund ihrer Seltenheit sind sie in der Roten Liste Anhang 2 des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen aufgeführt. Einst belebten die Bonteboks die Region in großer Anzahl. Die Besiedlung der Region durch europäische Siedler und die Jagd auf die Bontebok Antilope ließen die Population sehr stark sinken und ließen sie zu einer nahezu vom Aussterben bedrohten Art werden.

Ein Teil der Population konnte auf privatem, landschaftlich genutztem Gelände geschützt werden, so dass im Jahr 1931 17 Tiere der Population in den ersten Bontebok Nationalpark umgesiedelt werden konnten. In den 60er Jahren starb die Hälfte der bis dahin gehegten Bontebok Population an Wurmerkrankungen, Kupfermangel und ähnlichen Symptomen. Im Jahr 1961 wurden 61 Mitglieder der überlebenden Bevölkerung in den aktuellen Bontebok Nationalpark umgesiedelt. Die weltweite Bontebok Population von  2.500-3.000 Tieren stammt komplett aus dieser Gruppe. Allerdings findet man heute nur ca. 200 Bontebok Antilopen im Park, da die Pflanzenwelt eines so kleinen Parks von zu vielen Bonteboks stark gefährdet wäre. Große Teile der Bonteboks wurden somit in andere Naturparks und in privaten Parks umgesiedelt.

Bontebok Nationalpark
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